Sehenswert

Kurztrip nach Hamburg – Zu Gast im Gastwerk Hotel Hamburg

9. November 2017

Der Beitrag ist in Zusammenarbeit mit dem Hotel Gastwerk in Hamburg entstanden.

Vor zwei Wochen waren wir zu Gast im Gastwerk Hamburg. Wir waren schon vor 2 Jahren einmal in Hamburg und ich dachte mir, meinen runden Geburtstag könnten wir doch einmal wieder nutzen, um diese schöne Stadt im Norden zu besuchen - gedacht und getan. Wir wurden für eine Nacht ins Gastwerk Hamburg eingeladen und die zweite Nacht haben wir selbst dazu gebucht.

Ich habe es schon ein paar Mal auf dem Blog erwähnt, dass ich Hotels mit dem gewissen Etwas mag. Ich brauche nicht nur einfach einen Platz zum Schlafen, sondern ich muss mich im Hotel wohlfühlen. Man soll sich auch im Urlaub auf´s „nach Hause“ kommen freuen und falls notwendig auch einfach einmal einen Tag im Hotelzimmer chillen können. Ich kann euch sagen, genau diese Kriterien erfüllt das Gastwerk Hamburg. Es ist ein besonders schönes Hotel, in dem man sich rundum wohlfühlen kann. Ich bin nicht dauerhaft auf Reisen, aber in ein paar Hotels habe ich auch schon genächtigt. Alle waren sehr schön, aber keines hat mich so umgehauen wie das Gastwerk. Das Hotel besticht aus meiner Sicht vor allem aufgrund seiner Größe und der besonderen Innenkonzeption. Wenn man das Hotel betritt fallen zunächst links und rechts gleich zwei kleine Sitzecken ins Auge. Geradezu sieht man ein großes Stahlgestell mit Aufzug und anliegender Treppe. Weiter geht es zur Rezeption. Auf der rechten Seite ist ein Motorrad abgestellt. Gegenüber der Rezeption befindet sich ein großer Tisch mit 3 IMac´s an denen man gut im Netz surfen oder sich schnell umliegende Restaurants etc. heraussuchen kann.

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Wenn man vorn an der Rezeption steht kann man nicht anders als den Blick in das rechtsliegende Atrium wandern zu lassen. Im Atrium steht ein riesiger Tisch, der jetzt im Herbst mit herbstlichen Blumen geschmückt war.

Atrium, großer Tisch, Gastwerk, Hamburg

Außerdem stehen dort fünf gefüllte Bücherregale. Die Regale sind nicht mit Romanen gefüllt, sondern stilvoll mit Kunst-, Fashion, Architektur- oder auch Musikbüchern geschmückt. Jedes Cover passt perfekt ins Regal und ist ein Blick für sich. Klar das ich davor mindestens ein Bild machen musste.

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Gegenüber den Regalen steht ein Sideboard über welchem schwarz-weiße Bilder von Marilyn Monroe hängen.

Das war zunächst der erste Eindruck vom Hotel, als wir Samstagnachmittag dort angekommen sind. Nachdem wir den Schlüssel bekommen hatten, wurden noch schnell die Koffer aus dem Fahrzeug, welches in der hoteleigenen Tiefgarage parkte, geholt. Nicht viele Hotels, die ich bisher besucht habe, haben einen kostenlosen hoteleigenen Parkplatz. Vor dem Hotel sind direkt mehrere Parkplätze. Falls diese einmal voll sind, gibt es noch die Tiefgarage. Die Einfahrt der Tiefgarage ist nicht ganz so breit, aber geübte Fahrer fahren dort bestimmt problemlos rein und raus. Von der Tiefgarage aus gibt es selbstverständlich auch einen Zugang zum Hotel.

Der Zugang führ zunächst durch den Flügel, in welchem sich auch u.a. die Businesszimmer befinden. Außerdem habe ich dort kleine Glaskästen, z.B. mit Chanel Parfüm, entdeckt. 

Weiter geht es dann ins Atrium in welchem ein weiteres großes Stahlwerk steht. Man muss nämlich wissen, das der Name Gastwerk nicht von ungefähr kommt. Das Backsteingebäude, in dem die Zimmer liebevoll eingerichtet wurden, ist zunächst als Kohlelager des Gaswerkes genutzt worden. Danach ist eine Futtermittelfabrik dort eingezogen und im Jahr 2000 eröffnete das erste Design Hotel in Hamburg genau in diesem Gebäude. Man kann die Geschichte auch noch im Hotel erkennen. Die Backsteinmauer kann man an verschiedenen Stellen im Haus sehen, verschiedene Stahlträger sind noch vorhanden. Stahlbrücken verbinden die Ebenen und jede Ebene lädt zum Verweilen ein, aber dazu gleich noch mehr. Falls euch die Geschichte vom Hotel noch etwas interessiert, könnt ihr sie hier nachlesen.

Hamburg Gastwerk Hotel, Stahlwerk, Vergangenheit

Zurück zum Stahlwerk, welches sich im großen Atrium, rechts neben der Rezeption befindet. Dort kann man an mehreren Tischen verweilen. Der großflächige Raum ist liebevoll mit kleinen Tischen und Hochstühlen eingerichtet. An der Wand stehen große weiße Vasen und eine Metalllatte über welche Wasser läuft. Das Ganze wird perfekt beleuchtet und so gekonnt in Szene gesetzt. Mit diesem Eindruck ging es dann zum Zimmer.

Gastwerk Hamburg, Wasserspiel

Im Zimmer angekommen wurden wir von unserem ersten Eindruck nicht enttäuscht. Zimmer 389 ist ein Zimmer mit Blick ins Atrium. Ja richtig gelesen, kein Fenster nach draußen, sondern ins Atrium. Das ist einfach wunderbar. Das ganze Hotel wird durch Tageslicht erhellt. Wir hatten an unseren Raum einen innenliegenden Balkon und der Blick auf die große Halle ist einfach nur wahnsinnig toll. Unter unserem Hotelzimmer befand sich eine kleine Ebene, welche ebenfalls Blick auf das Atrium hatte. Dort standen zwei Stühle und ein weißer Tisch mit einem Buch von Renoir. Der Blick auf dieses Ensemble ist auch nicht zu vernachlässigen.

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Das Zimmer ist in Braun- und Weißtönen gehalten. An der Wand befinden sich Bilder des alten Gaswerks. Bademäntel liegen selbstverständlich bereit. Im Hotel gibt es auch ein Spa, was wir aber nicht ausprobiert haben (aber beim nächsten Mal bestimmt). Die Zimmer sind mit einer Kaffeemaschine von Leysieffer und einen Wasserkocher ausgestattet. Dazu gibt es natürlich auch entsprechende Kaffeekapseln und Tee. Diese werden täglich aufgefüllt und machen den Aufenthalt sehr angenehm. Wir haben bei unseren Reisen gemerkt, dass eine Kaffeemaschine und ein Wasserkocher im Hotelzimmer ein ganz toller Service sind. Gleich nach dem Aufstehen zum Morgen einen Kaffee trinken zu können ist einfach unbezahlbar. Außerdem kann man an kälteren Tagen einen Tee schlürfen. Wir haben leider einer der kälteren und regnerischen Tage in Hamburg erwischt, aber wie stand es im Hotel: „Wir sind aus Hamburg und nicht aus Zucker“. Wer Hamburg besucht, weiß dass es dort auch regnen kann und Regen auch wahrscheinlicher ist, als in anderen Städten. Im Fall der Fälle ist Regen im Gastwerk, wie schon geschrieben, kein Problem. Man kann genügend Zeit perfekt im Hotel verbringen.

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Das Badezimmer setzt das ansprechende Design natürlich fort. Es gibt eine schöne Regendusche. Man kann die Gradzahl des Wassers selbst bestimmen. Das habe ich auch zum ersten Mal im Gastwerk gesehen.

Badezimmer, Design, Gastwerk

Kurz zu dem Bett. Ich habe sehr gut darin geschlafen. Auf den Nachttischen befanden sich als Willkommensgeschenk zwei kleine runde Schokoladentaler. Ich würde sagen, das Gastwerk hat auch im Hinblick auf das Zimmer absolut verstanden was das Herz eines Reisenden erfreut.

Nach der ersten Nacht ging es dann am Morgen zum leckeren Frühstück ins Restaurant Mangold. Auch dieses ist, wie nicht anders zu erwarten, sehr stilvoll eingerichtet. Teilweise gibt es schwarze Lederbezüge und goldene Tische. In der Mitte des Raumes steht ein größerer Tisch, an welchem man sich als größere Gruppe setzen oder eben mit neuen Menschen in Kontakt kommen kann. Außerdem befinden sich im Raum Säulen die aus metallischen Klanghölzern gemacht sind. Woher ich weiß das die Säulen tatsächlich einen Klang abgeben? - Mein Freund ist, im etwas verschlafenen Zustand, einmal daran geeckt und es hat gleich musikalische Töne von sich gegeben. Das Frühstück hat alle Wünsche erfüllt. Es gab frisches Obst, verschiedene Brötchensorten, Wurst, Käse, Müsli, Vitaminsäfte und leckeres Rührei. Ach ja und die Pancakes sind auch super lecker. Ihr seht, man kann sich dort auf jeden Fall satt essen und gestärkt in den Tag starten.

Restaurant, mangold, Frühstücksraum

Wir wollten nach dem Frühstück eigentlich in die Speicherstadt. Als wir aus dem Restaurant raus waren, haben wir uns jedoch zu einem kleinen Hotelrundgang entschlossen und haben damit ungefähr 2 Stunden verbracht. Von der großen Halle aus gelangt man in die 1. Etage und dort stehen auf jeder Seite, mit Blick auf das Stahlwerk, zwei Tische. Auf der rechten Seite erkennt man gleich wieder den künstlerischen Aspekt des Hotels. Es gibt einen hauseigenen Künstler. Man kann auch Kunst-Workshops im Hotel buchen.

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Nachdem wir etwas weiter in der 1. Etage gelaufen sind, haben wir einen weiteren Bereich entdeckt, an dem man sich einfach setzen und verweilen kann. Man sieht zunächst einen Raum mit einer großen Sitzecke und dann kommt eine weitere Plattform mit einem tollen braunen Ledersofa. Da schlägt das Herz gleich höher und man möchte am liebsten sofort auch solch ein Sofa haben. Hier musste ich selbstverständlich auch ein paar Bilder machen, sowas hat man ja nicht alle Tage in einem Hotel.

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Wir haben unseren Rundgang dann in der großen Halle beendet. Mittlerweile weiß ich, dass wir noch ein paar mehr Ecken hätten entdecken können. Ich kann nur sagen, es ist wirklich wahnsinnig toll, was in Hamburg mit dem Gastwerk für ein schönes Hotel errichtet wurde. Während ich den Beitrag geschrieben habe, habe ich mich auch noch einmal auf der Hotelwebsite umgeschaut und habe hier und dort Dinge gelesen, die ich dort noch gar nicht entdeckt habe. Ich sage ja, das Hotel hat super viele kleine Details. Man könnte mehrere Tage einfach im Hotel verbringen und dort immer neue Dinge entdecken. Ich habe z.B. nicht registriert, dass die Uhr hinter der Rezeption die ehemalige Turmuhr ist, welche genau 5 vor 12 stehen geblieben ist. Das Auge und die Seele werden in diesem Hotel jedenfalls mehr als verwöhnt.

Wenn ihr noch mehr Infos braucht, findet ihr sehr detaillierte Informationen auch auf der Website.

Der Beitrag zum Hotel an sich, ist größer als gedacht geworden. Ihr merkt schon, das ist ein kleiner happy place. Zur Lage des Hotels möchte ich auch noch kurz etwas schreiben. Das Hotel liegt in Hamburg Altona. Wir sind, wie gesagt, mit dem Auto angereist und hatten daher keine Probleme von A nach B zu kommen. Wer kein Auto hat, kann sich eins bei der hoteleigenen Miniflotte (ja richtig gelesen) ausleihen oder die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Ein paar Meter von Hotel entfernt befindet sich eine Bushaltestelle. Von dieser kann man z.B. zum Bahnhof in Altona fahren und von dort mit der S-Bahn weiter. Was ich vom Stadtteil Altona gesehen habe, hat mir sehr gefallen. Der Aufenthalt war leider zeitlich begrenzt. Ich hätte gern noch mehr den Stadtteil erkundet.

Als Tipp für euch, wenn ihr zufällig dieses Wochenende in Hamburg sein solltet: Im Museum Altona gibt es am Sonntag den 12.11. freien Eintritt. Dort gibt es gerade u.a. die Ausstellung „Melbye. Maler des Meeres“. Weitere Infos dazu hier.

Essen gibt es im Stadtteil natürlich auch genug. Im Hotel kann man selbst im Restaurant Mangold dinieren. Ansonsten empfiehlt das Hotel selbst z.B. die Burger des Burger de Ville.

Wir hatten am Samstag ziemlich spät noch Kaffee und Kuchen gegessen, deswegen waren wir vom Frühstück ehrlich gesagt so voll, dass wir auf ein Abendessen verzichtet haben.

Außer den Angeboten in Altona, kann ich natürlich immer wieder einen Besuch in der Speicherstadt, am Hafen und auch die Elbstraße empfehlen. Besonders am Abend sieht die Elbstraße sehr hübsch aus.

Stilwerkbruecke

Dort haben wir auch kostenlose Parkplätze am Sonntagabend gefunden. Ansonsten sind die Parkpreise in Hamburg einfach, naja ich sage mal teuer. Ich finde es hier schon mit 2 Euro die Stunde teuer, aber mit 4 Euro die Stunde toppt das meine Vorstellung. Hamburg ist immer einen Besuch wert, ob nun bei einem Kurztrip oder auch einer ganzen Woche, es wird nie langweilig und schon gar nicht, wenn man im Gastwerk übernachtet.

Ich möchte mich noch einmal bedanken, dass ich die Gelegenheit hatte das Gastwerk zu besuchen und zu erkunden. Den Beitrag habe ich wirklich voller Freude geschrieben und würde ihn so immer wieder schreiben. Der Eindruck entsprich zu 100 % meinen Wahrnehmungen vom Hotel und ich bin einfach begeistert.

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3 Comments

  • Reply Héloise 10. November 2017 at 17:52

    Das sieht wirklich sehr interessant aus! Wenn es da mal regnet, kann man immer noch auf Entdeckungstour durchs Hotel ziehen =)
    Love, Héloise
    Et Omnia Vanitas

  • Reply favorites of the week | clarabour.de 12. November 2017 at 18:26

    […] Woche habe ich einen sehr ausführlichen Beitrag über unseren Besuch im Gastwerk Hotel in Hamburg geschrieben. Außerdem gab es den new movies in theaters Beitrag. Nächste Woche soll es dann auch […]

  • Reply Michelle Früh 13. November 2017 at 11:24

    Das sind ja wundervolle Eindrücke.
    War leider noch nie in Hamburg
    Liebe Grüße Michelle von beautifulfairy

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