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2016 – persönlicher Rückblick

31. Dezember 2016

Bevor ich diese Zeilen tippen konnte, wollte ich im alten Jahr noch schnell die Dinge für die Wohnung erledigen, die wir bisher noch nicht geschafft haben. Das hieß also gestern noch im Baumarkt einen Bohrhammer, Dübel und Schrauben holen. Zuhause angekommen waren wir voller Tatendrang. Wir hatten extra so ein Bohrfutter dazu gekauft, damit wir unsere Bohraufsätze, die wir schon von dem Akkubohrer haben, nutzen können. Schnell mussten wir feststellen, dass auch mit dem Bohrhammer und dem Aufsatz sich nicht wirklich etwas bei der Wand rührte. Ich bin also noch einmal losgefahren und habe dann erfahren, dass man das Bohrfutter nicht benötigt und man dem Bohrhammer quasi den Schlag damit nimmt. Also musste ich dann neue Bohraufsätze kaufen. Wir haben es dann gestern tatsächlich noch geschafft den Spiegel und eine Gardinenstange anzubringen. Soweit ist also fast alles im alten Jahr fertig geworden.

So nun zu meinem persönlichen Fazit für 2016. Ich kann nicht sagen es war ein gutes Jahr, kann aber auch nicht sagen es war ein schlechtes Jahr. Man muss ganz klar das Weltgeschehen ausblenden, denn ansonsten kann man wohl sagen, 2016 war rückblickend kein gutes Jahr und das ist nur eine Untertreibung. Es wird wohl mit jedem Jahr schlimmer werden, ein Lichtblick sehe ich nicht. Ich kann es immer noch nicht nachvollziehen und verstehen, wie Menschen sich untereinander so hassen können und was wirklich dahintersteckt. Wir werden das große Ganze wahrscheinlich erst verstehen und sehen, wenn es zu spät ist... Bis dahin haben wir zu befürchten, dass unsere Rechte bis aufs kleinste Minimum reduziert werden. Ich persönlich wünsche mir, dass wir schaffen vorher die Reißleine zu ziehen und realisieren zu was die aktuellen Situationen führen können. Es hilft keinem weiter die anderen zu beschuldigen, es hilft auch nicht über Trump und Amerika nachzudenken, wir müssen auch in unserem Land aufpassen. Wir müssen aufhören, andere für ihre Hautfarbe, ihren Glauben etc. zu verurteilen. Vor allem müssen wir aber aufpassen, dass wir nicht uns und unsere Grundrechte verlieren. Das zu dem Thema.

Persönlich gesehen, ist in diesem Jahr einiges in meinem Leben passiert. Während ich am Anfang des Jahres einen Menschen gehen lassen musste, der mich mein ganzes Leben begleitet hat, habe ich kurz danach meine Prüfungsergebnisse für mein zweites Staatsexamen und kurz danach noch eine weitere traurige Nachricht bekommen. Die Gefühle überschlagen sich in solchen traurigen und freudigen Momenten und man kann sie nicht richtig verarbeiten. Im Mai war dann die mündliche Prüfung und auf einmal steht man da mit Abschluss und ohne Job. Als ich im Mai 2014 mit dem Referendariat angefangen habe, habe ich nicht gedacht, dass die Zeit so mega schnell vergeht. Insgeheim wollte ich noch nicht so schnell "erwachsen" werden.

Neben den Dingen, um die man sich sowieso als Erwachsener kümmern muss, kam dann also noch die Zukunftsangst hinzu. Sie kann einen die Luft zum atmen nehmen. Auch wenn ich nur relativ kurz auf Jobsuche war, war es für mich zu viel Zeit. Jeden Tag schaut man in den Jobbörsen, jeder sucht gefühlt nur jemanden mit Erfahrung und man fragt sich, ob man eventuell doch den falschen Berufsweg eingeschlagen hat. Im Juli mussten ich und mein Freund eine Entscheidung treffen, ob wir umziehen und er einen Job in der neuen Stadt annimmt oder wir weiter darauf hoffen, doch noch etwas in Leipzig zu finden. Ich habe in der kurzen Zeit relativ schnell gelernt, dass niemand auf einen wartet und man auch mit einem Jurastudium und 2. Staatsexamen nicht super willkommen auf dem Arbeitsmarkt ist, wie man vor Jahren noch unrealistisch dachte.

Es hat sich letztendlich so gesehen alles zum Guten gewendet - wir sind umgezogen und kurz danach kam auch das erlösende Jobangebot für mich. Ich habe mich durch einige Bewerbungsgespräche geschlagen und kann euch sagen, das war absolut kein Spaß. Man fühlt sich teilweise ganz klein und wertlos. Mein erstes Bewerbungsgespräch hatte ich bei einer großen Firma und ich habe es zugegeben echt verhauen. Ich bin raus und wusste sofort das war nix. Woher sollte ich aber auch wissen, wie das alles geht. Ich wurde von niemanden darauf vorbereitet. Ich bin kein Mensch der die perfekte Selbstdarstellung beherrscht. Rückblickend kann ich sagen, man kann es wirklich nur lernen, wenn man es einfach nur macht. Man merkt schnell, welche Fehler man macht und was man lieber lassen sollte. 

Im September war es dann soweit und wir haben Leipzig den Rücken zugekehrt, haben unsere kleine Wohnung, in welcher wir seit 2008 gewohnt haben, aufgegeben und sind in eine größer Wohnung in einer neuen Stadt gezogen. Für die neue Wohnung mussten wir unsere erste Küche kaufen und auch etwas planen. Auch eine weitere große Anschaffung blieb uns nicht erspart, es musste dieses Jahr auch noch ein Auto her. Ich muss täglich einige Km zurücklegen, ohne Fahrzeug ist das kaum machbar. Ich freue mich immer noch, dass wir uns für das Fahrzeug entschieden haben, das wir jetzt haben. Ich habe lustigerweise schon damals immer gesagt, mein erstes Auto soll ein Golf sein. Umso besser, dass es auch einer geworden ist 🙂 

Im Dezember haben wir dann noch unseren ersten Weihnachtsbaum gekauft und ich bin mega stolz auf den Baum wie er aussieht. Ich bin jetzt schon traurig, wenn wir ihn wieder abbauen müssen. Bis dahin sind es aber noch ein paar Tage. 

Blogtechnisch gesehen bin ich für dieses Jahr wirklich wieder sehr zufrieden. Besonders glücklich bin ich über die Kooperationen mit den Gewinnspielen für euch. Ich freue mich sehr darüber, dass ich so viele Gewinnspiele in diesem Jahr für euch realisieren konnte. Ich möchte mich noch einmal ganz herzlich bei allen Kooperationspartnern bedanken!

Ihr seht also für mich war 2016 ein Jahr voller Ereignisse, die auch mein Leben zum Teil verändert haben. Ich kann nichts mehr rückgängig machen, manches ist endgültig und im Gedächtnis bleiben einen nur die Erinnerungen, die man hat. Genau aus diesem Grund sollte man einfach die Zeit genießen die man hat und sie auch mit den Menschen verbringen, die man liebt. Am Ende sind wir alle unseres eigenen Glückes Schmied.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen guten Start ins neue Jahr. Es wird wieder viele freudige und traurige Momente geben, wobei ich natürlich hoffe, dass die freudigen überwiegen.

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1 Comment

  • Reply Carolin 1. Januar 2017 at 17:41

    Ich wünsche dir alles Gute für das neue Jahr, Gesundheit, Erfolg und natürlich ganz viel Glück! <3 Rückblickend betrachtet war 2016 wirklich ein durchwachsenes Jahr, aber ich bin zuversichtlich, dass 2017 besser wird.

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