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Tipps für Outfibilder #Bildbearbeitung

20. April 2016

Nachdem ich euch letzten Monat ein paar Tipps für Outfitbilder bei schlechtem Wetter gegeben habe, möchte ich euch heute  ein bisschen erläutern wie ich meine eigenen Outfitbilder bearbeite. Ich habe euch bereits in mehreren Beiträgen ein paar kostenlose Presets für Lighroom oder auch kostenlose Aktionen, Kurven und Tutorials für Photoshop vorgestellt.

Ich persönlich bearbeite meine Bilder nicht zu viel, denn ich möchte dass sie noch natürlich aussehen und nicht überbearbeitet sind. Ich verändere eigentlich nur solche Daten wie Weißabgleich, Kontrast etc. Ich fange aber nicht damit an meine Haut irgendwie glatt zu ziehen, denn mir persönlich ist es wichtig, dass meine Bilder auch authentisch sind und ich 100 % dahinter stehe. Ich habe schon des Öfteren gelesen, dass sich so mancher Blogger bei etwaigen Events gewundert hat, wie andere Blogger tatsächlich aussehen. Eigentlich ist es schade, dass man auch auf einigen Blogs ein falsches Bild vermittelt bekommt. Blogs sollten - nach meiner Meinung - eher die "Realität" widerspiegeln. Was denkt ihr darüber?

Aber genug dazu, nun zu meiner Bildbearbeitung.

Das richtige Bildformat

Den ersten Tipp den ich euch geben möchte ist, fotografiert immer in RAW. Ich habe erst Anfang letztes Jahr damit angefangen die Bilder in RAW zu fotografieren. Man kann die Bilder einfach viel besser nachbearbeiten. Vorher habe ich mir darüber gar nicht so viele Gedanken gemacht. Letztes Jahr habe ich mich aber etwas mehr mit dem Thema befasst und habe letztendlich angefangen das Format zu nutzen. Da das RAW Format ziemlich viel Speicherplatz benötigt, braucht man auch eine große und vor allem auch schnelle Speicherkarte. Für ein Outfit fotografieren wir meistens so 500-600 Bilder, so dass schnell 14 GB oder mehr zusammen kommen. Die Festplatte des PC´s sollte also auch noch etwas Platz frei haben. Natürlich speichere ich im Endeffekt nicht alle Bilder ab, sondern sortiere erst einmal grob aus und speichere nur die engere Auswahl im RAW Format ab. Die anderen Bilder wandle ich mit Lightroom gleich in JPEG um.

Lightroom

Als erstes lade ich meine Bilder immer in Lightroom und bearbeite sie dort. Um Bilder in Lightroom zu bearbeiten, klickt man oben rechts einfach auf "Entwickeln". Zuerst nehme ich immer einen automatischen Weißabgleich und eine Tonwertkorrektur vor. Dazu muss man einfach mit Rechtsklick auf das Bild klicken und dann auf "Einstellungen" gehen. Dort wählt ihr dann "Automatischer Weißabgleich" aus und dann wiederholt das ganze und klickt auf "Tonwertkorrektur". Zum Vergleich wie die Einstellungen insbesondere beim Weißabgleich vorher waren, klicke ich unten links unter Protokoll auf "Importieren" und schaue mir bei dem ursprünglichen Bild die Werte an. In den meisten Fällen ändere ich die automatische Korrektur noch einmal um und schaue wie es mir am besten gefällt.

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Dann wende ich zumeist ein Preset an und regele dann noch einmal an den voreingestellten Werten nach. Insbesondere bei den Werten "Lichter", "Tiefen" und "Weiß" probiere ich immer noch einmal andere Werte aus und schaue mir das Ergebnis an.

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Wenn ich mit dem Bild zufrieden bin, exportiere ich das Bild als DNG, um es dann noch einmal in Photoshop bearbeiten zu können. Für die restlichen Bilder kopiere ich die Einstellungen des zuerst bearbeiteten Bildes und wende die Einstellungen dann an (die Einstellungen des Bildes könnt ihr kopieren indem ihr mit Rechtsklick auf das Bild klickt und dort "Einstellungen kopieren" auswählt). Da nicht alle Bilder immer gleich von den Lichtverhältnissen und so weiter sind, regel ich an den verschiedenen Einstellungen meistens noch etwas nach.

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Was ich an der Bearbeitung bei Lightroom besonders mag ist, dass man auch mit dem Pinsel bestimmte Bereiche bearbeiten kann. So kann man z.B. den Hintergrund noch etwas heller oder dunkler machen oder auch den Kontrast erhöhen. Manchmal verwende ich den Pinsel auch, um mein Gesicht etwas dunkler zu machen, weil es zum Beispiel durch die Sonne zu hell geworden ist und der Kontrast mit dem restlichen Look nicht übereinstimmt.

Photoshop

Ich bearbeite die Bilder nach Lightroom noch einmal mit Photoshop. Ich habe mir dies irgendwann angewöhnt. Das DNG Bild lädt Photoshop zunächst in das Programm Camera Raw und übernimmt dort die bereits in Lightroom getätigten Einstellungen. In Camera Raw verändere ich meistens unter der Gradiationskurve noch einmal die Werte von "Lichter", "Helle Farbtöne" usw.

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Nachdem ich eventuell die Werte in Camera Raw noch einmal angepasst habe, öffne ich die Bilder nun mit Photoshop und klicke dort meistens auf die Tools "Gradationskurven" und "selektive Farbkorrektur". Bei der Kurve lege ich immer zwei Punkte im unteren Drittel fest. Den mittleren Punkt ziehe ich immer leicht nach unten, was bewirkt, dass sich der Kontrast etwas erhöht (die Abweichung von der ehemaligen Kurve ist aber wirklich sehr gering). Gleichzeitig wird das Bild auch etwas heller, da die Kurve über den dritten Punkt nach oben angehoben wird. Wenn mir die Helligkeit zu viel wird, schiebe ich einfach die Kurve über dem dritten Punkt wieder nach unten.

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Danach verwende ich eigentlich immer noch das Tool "selektive Farbkorrektur". Dies ist am effektivsten bei Bildern im RAW Format. Bei der selektiven Farbkorrektur könnt ihr für einzelne Farben noch einmal bestimmen, wie hoch der "Cyan", "Magenta", "Gelb" und "Schwarzanteil" sein soll. Bei den meisten Bildern ändere ich nur etwas bei "Schwarz" und "Grau". Bei Schwarz erhöhe ich teilweise den Schwarzanteil noch etwas und wähle bei Magenta auch 1-3 als Wert an. Ich habe mir über die Zeit selbst ein paar vorgefertigte Vorgaben für bestimmte Orte abgespeichert. So kann man wieder etwas Zeit bei der Bearbeitung sparen.

Um eine eigene selektive Farbkorrektur zu erstellen, schiebt ihr die Regler in den einzelnen Farben so wie ihr es gern hättet und geht dann oben rechts auf das Symbol neben dem Wort "Eigenschaften". Dort klappt dann ein Menü aus und ihr könnt dort auswählen "Vorgabe für selektive Farbkorrektur speichern". Sobald ihr eure eigenen Farbkorrekturen erstellt oder auch etwaige kostenlose aus dem Internet heruntergeladen habt, könnt ihr diese ebenfalls in Photoshop laden. Dazu geht ihr wieder auf das Symbol neben dem Wort "Eigenschaften" und wählt dieses Mal "Vorgabe für selektive Farbkorrektur laden".

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Zusammenfassung

Das waren auch schon meine Schritte die ich bei der Bildbearbeitung vornehme. Wie gesagt, eine Hautstraffung via Photoshop findet nicht statt. Das einzige was ich unter Umständen mache, ist den "Bereichsreparaturpinsel" anzuwenden, wenn mich irgendetwas auf dem Boden oder im Hintergrund stört. Aber das ist selten der Fall. Auch bei Photoshop könnt ihr übrigens einzelne Bereiche bearbeiten und die Tools dort gezielt anwenden. Dazu müsst ihr die Bereiche aber immer auswählen. Dies könnt ihr entweder mit dem "Magisches-Lasso-Werkzeug" oder auch mit dem "Schnellauswahlwerkzeug" machen. Wenn ihr den Auswahlbereich damit definiert habt, könnt ihr auf diesen Bereich gezielt die Tools wie Gradationskurve, selektive Farbkorrektur usw. anwenden.  Allerdings finde ich dies immer etwas mühselig. Mit Lightroom kann man dies etwas einfacher mit dem bereits erwähnten Pinseltool machen.

Meine Schritte im Überblick:

  • Bilder in RAW Format fotografieren
  • Bilder in Lightroom bearbeiten, in dem man zuerst den automatischen Weißabgleich und die automatische Tonwertkorrektur anwendet
  • Tonwertwerte und Weißabgleich nochmals manuell anpassen
  • eventuell Preset verwenden
  • Pinsel zur Korrektur bestimmter Bereich benutzen
  • Bild als DNG exportieren und dann mit Photoshop öffnen
  • in Camera Raw unter Gradtationskurve Werte bei "Lichter" etc. eventuell anpassen
  • in Photoshop je nach Bedürfnis noch einmal die Gradationskurve bearbeiten
  • selektive Farbkorrektur anwenden
  • Bild als JPEG abspiechern

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4 Comments

  • Reply Patty 20. April 2016 at 21:41

    Deine Tipps finde ich immer super hilfreich. Die Bilder sehen manchmal auch nur wenigen Handgriffen wirklich um einiges besser aus 🙂

    Liebe Grüße 🙂
    Measlychocolate by Patty

  • Reply Cyra 21. April 2016 at 10:09

    Tolle Bearbeitungen !

  • Reply Hanna 24. April 2016 at 11:09

    Super Tipps 🙂 Für einen Blogger Anfänger wie mich wirklich hilfreich. Dankeschön!
    Liebe Grüße!

  • Reply WordPress – 10 nützliche Plugins | clarabour.de 22. September 2016 at 10:17

    […] ihr euch schon einmal gefragt wie ich die Vorher-Nachher-Bilder in diesem oder diesem Beitrag gemacht habe? Das ist gar nicht so schwer – man benötigt nur das Plugin […]

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