Rund ums Bloggen

Rund ums Bloggen – Google Analytics (datenschutzkonform) einsetzen

23. September 2015

Google Analytics, datenschutzkonform, Datenschutz

Wahrscheinlich benutzt nahezu jeder (deutsche) Blogger das kostenlose Analyse Tool von Google. Höchstwahrscheinlich haben aber viele keinen Vertrag mit Google zur Datenverarbeitung geschlossen oder? Dabei ist das ganze Prozedere um Google Analytics datenschutzkonform zu nutzen gar nicht so aufwändig.

Ich habe mich vor ein paar Wochen auch dazu entschlossen Google Analytics zu verwenden. Dabei wollte ich jedoch nicht risikieren, dass ich irgendwelche Probleme mit dem Datenschutz bekomme. Also habe ich einfach den Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung ausgefüllt und abgeschickt.

In diesem Beitrag möchte ich euch selbst kurz erklären, wie ihr Google Analytics ohne großen Aufwand datenschutzkonfom in Deutschland nutzen könnt.

1. Google Analytics Nutzerkonto

Als erstes müsst ihr bei Google Analytics ein Benutzerkonto erstellen. Auch diejenigen, die bereits einen Account haben, aber noch nicht den Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung abgeschlossen haben, müssen sich ein neues Konto anlegen. Ihr erstellt ein neues Benutzerkonto indem ihr euch mit eurem Google Account bzw. Mail bei Google Analytics einloggt, dann auf "Verwalten" geht und dort unter "Konto" auf "Neues Konto erstellen" klickt. Danach öffnet sich ein "Formular" und ihr füllt einfach die abgefragten Daten aus.

2. Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung

Nachdem ihr ein neues Konto erstellt habt, speichert ihr euch eure Google Analytics Kontonummer ab. Diese findet ihr wie folgt: Ihr loggt euch wieder ein, klickt auf "Verwalten" und seht unter "Konto" unter anderem den Tab "Kontoeinstellungen". Wenn ihr darauf klickt wird euch eure Kontonummer angezeigt. Ihr ladet euch dann den Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung herunter und füllt diesen aus. Ihr müsst den Vertrag 2 Mal ausdrucken und ausfüllen. Nun steckt ihr die 2 Vertragsexemplare in einen Briefumschlag und fügt ebenfalls einen weiteren Briefumschlag mit eurer Adresse bei. Jetzt müsst ihr den Brief nur noch zukleben, die Adresse von Google darauf schreiben (steht auf dem Vertrag) und den Brief nach Irland schicken.

Der einfache Versand eines Maxibriefes hat bei mir 3,45 € gekostet (also nicht so teuer). Den Briefumschlag, welchen ihr für die Rücksendung des Vertrages beigefügt habt, muss nicht vorfrankiert sein. Mein Vertrag ist auch so zurückgekommen. Ich habe auch im Vertrag bzw. in der Anleitung selbst keinen Hinweis gefunden, dass der Rückumschlag frankiert sein soll.

Die Rücksendung des Vertrages hat bei mir ca. 3 Wochen gedauert. Bis dahin muss man sich eben mit dem Einsatz von Google Analytics gedulden.

3. Analytics mit dem Blog verbinden

Nachdem ihr den Vertrag zurück habt, könnt ihr Google Analytics benutzen. Um meinen Blog mit Google Analytics zu analysieren habe ich das Plugin "Google Analytics by Yoast" installiert. Wenn ihr das Plugin installiert habt, aktiviert ihr es und geht zu den Einstellungen des Plugins. Gleich unter "Allgemein" findet ihr "Analytics Profil", dort könnt ihr auf "Authentifiziere dich mit deinem Google Konto" klicken, um das Plugin mit eurem Analytics Account zu verbinden. Für die Verbindung seid ihr am besten schon bei Google mit der Mailadresse eingeloggt, mit der ihr euch auch den Analytics Account angelegt habt. Dann kommt ein kleines Fenster mit einen Hinweis, dass das Plugin auf das Konto zugreifen will, ihr klickt zulassen und schon müsste der Account im Plugin erscheinen. Hilfsweise könnt ihr auch auf "UA Code manuell eingeben" klicken und tragt dann die Kontonummer ein.

4. Anomiserung der IP-Adressen

Damit ihr Google Analytics datenschutzkonform in Deutschland einsetzen könnt, müssen die IP-Adressen eurer Besucher verkürzt werden. Dafür nutze ich auch das Plugin "Google Analytics by Yoast". Ihr geht wieder zu den Einstellungen des Plugins und dort unter Allgemein findet ihr "IPs anonymisieren". Dort setzt ihr ein Häkchen und klickt auf "Änderungen speichern". Damit habt ihr dies schon einmal geschafft.

5. Datenschutzerklärung anpassen und Opt-Out einfügen

Wie eigentlich bei so ziemlich jedem Analyse Tool, muss man auch für Google Analytics eine Datenschutzerklärung bereithalten und eine Opt-Out Funktion anbieten. Eine Musterformulierung der Datenschutzerklärung findet ihr bei datenschutzbeauftragter-info.de. Die Opt-Out Funktion bindet ihr ganz einfach mit dem Plugin "Google Analytics Opt-Out" ein. Ihr installiert das Plugin also wieder und aktiviert es. Unter den Einstellungen des Plugins findet ihr "Yoast Analytics Einstellungen benutzen", hier setzt ihr ein Häkchen und das Plugin "zieht" sich die Infos vom Yoast Plugin. Nachdem ihr das alles gemacht habt öffnet ihr eure Datenschutzerklärung, geht an eine passende Stelle im Text und klickt oben in der Beitragsleiste auf die Schere mit den bunten Streifen. Im Text erscheint dann der Code den ihr auf den Bildern seht. Ihr könnt die Passage "Click here to opt-out." auch mit eigenen Worten ersetzen. Wichtig ist nur, dass ihr alles in den eckigen Klammern in Ruhe lasst.

6. Altdaten löschen

Wenn ihr Analytics bereits vorher ohne Vertrag genutzt habt, müsst ihr die gesamten Daten von dem alten Nutzerkonto löschen lassen. Dies könnt ihr wie folgt tun: Ihr loggt euch in eurem Account ein, geht zum Konto und klickt auf "Kontoeinstellungen". Oben rechts seht ihr jetzt "In den Papierkorb schieben". Das klickt ihr und fertig.

 

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2 Comments

  • Reply Richard 21. Oktober 2015 at 16:01

    Danke für den Post, das Opt-Out-Plugin kannte ich noch nicht. Wird sicherlich bei mir zum Einsatz kommen.

  • Reply Mamamulle 4. März 2017 at 10:22

    Danke für die ganzen Tipps! Jetzt steige ich ein bisschen besser durch.

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